E. Leitz New York Leica Gun RIFLE 'Patent Pending' *
Startpreis
100.000 €
Keine aktuellen Gebote
11/05/2026 – 11/06/2026
Dieses Los unterliegt der Umsatzsteuer in gesetzlicher Höhe des jeweiligen Bestimmungslandes auf Hammerpreis und Premium (Vollbesteuerung), sofern es in der EU verbleibt
Schätzpreis € 200.000 – 240.000
Zustand : B/A
Das E. Leitz New York ‚RIFLE‘ gehört zu den seltensten und ungewöhnlichsten Leica-Zubehörteilen. Das hier angebotene Set befindet sich in einem ausgezeichneten Originalzustand. Es umfasst den markanten Gewehrschaft aus Holz, der dazu dient, Verwacklungen bei der Verwendung langer Teleobjektive zu reduzieren; einen speziellen Sucher mit den Gravuren „Patent Pending“ und „E. LEITZ INC. NEW-YORK“ (die Gravur „Patent Pending“ befindet sich an der Stelle, an der normalerweise die dreistellige Seriennummer steht), was möglicherweise auf ein frühes oder Testmodell hindeutet; bemerkenswert ist, dass der Stützpfosten des Suchers schwarz lackiert ist statt wie üblich verchromt. Ebenfalls enthalten sind ein modifiziertes PLOOT-Reflexgehäuse Nr. 2494; eine Leica IIIb Nr. 240466 mit einer speziellen Grundplatte, die für die Verwendung mit der RIFLE angepasst wurde; sowie ein Telyt 5/40 cm Nr. 332046 in ausgezeichnetem Zustand mit passender Gegenlichtblende.
E. Leitz, Inc., New York, stellte das Leica Gun Rifle im Juli 1938 unter dem Codenamen „Rifle“ vor. Die Produktion dauerte nur etwa ein Jahr (1938–1939). Das Konzept, inspiriert von Commander Attilio Gatti, dem bekannten in Afrika tätigen Naturfotografen, wurde zwischen 1935 und 1937 vor der offiziellen Markteinführung entwickelt. Die Schätzungen zur Gesamtproduktion variieren: P. H. van Hasbroeck ging davon aus, dass nur sechs Exemplare hergestellt wurden, während J. L. Lager zu dem Schluss kam, dass etwa zwölf Exemplare produziert wurden. Eine Gesamtzahl von 12–14 Exemplaren erscheint realistisch; heute sind diese seltenen Ausrüstungen auf bedeutende Sammlungen weltweit verteilt.